Story

Dramatis Personae

Erdmaden aus dem unterirdischen Reich:

Naill Buggy:                           Bergarbeiter Veteran

Kutz:                                       Bergarbeiter mit zwielichtigem Ruf

VORWORT (a.c)

„Ich glaube es Verlangt einer neuen Art von denken um diese Menschheit auf diesem Planeten zu retten.[1]

Diungo de Fey

Aufzeichnungen eines Skriptors

Wer auch immer das hier liest, wird unsere Geschichte vielleicht verstehen.

Ich glaube wir schreiben heute den 18 oder 19 des Eismondes, im Jahr 1986 a.c.. Die Welt in der Wir leben müssen nannte sich einst Erde, doch gleicht sie einem Schlachtfeld. Wir nennen Sie deshalb in unserer Zeit Mardoz[2].

Nach der alten Zeitrechnung würden wir das Jahr 3008 schreiben. Heute jedoch, sagen die Leute es ist 1986 a.c ( after Collapse). Die Gletscher und Pole schmelzten schneller als die Forscher vermuteten. Dadurch stieg der Meeresspiegel und viele Süßwasserquellen wurden salzig. Land verschwand unter der See und der Beisiedlungsraum wurde weniger. Die Bevölkerung hingegen nahm rapide zu. In unserer Blindheit kam der Klimawandel schneller als Prophezeit. Selbst die angeblich unendlichen Ressourcen des Mondes wurden angezapft und ebenso die neu entdecken Ressourcen unter den Polen, wurden schnell von den Nationen aufgeteilt und ausgebeutet. Selbst der Griff nach weiteren Planeten wurde angestrebt. Doch Alle Versuche den Mars zu besiedeln und eine Zuflucht für die Menschen zu erschaffen, starben mit der letzten Anstrengung der Menschheit – die Mission „MMS Watney[3]„. Eine Katastrophe aus biblischen Ausmaßen, welche die „zivilisierte“ Menschheit in Schock versetzte, ereilte die „MMS Watney“. Alle Pläne wurden daraufhin eingestellt und man fokussierte sich auf seine nationalen Wurzeln. Mauern wurden gebaut, Grenzen gezogen und der alte Krieg um die wenig verbliebenen Ressourcen begann. Und dann, dann kam es wie es kommen musste. Der Mensch ist und bleibt ein Tier, dass nur schwer zu kontrollieren ist. Der von allen gefürchtete atomare Krieg war angelaufen. Die damalige Welt kollabierte und 99.9% der Bevölkerung fand aufgrund von Krieg, Hunger, Durst oder Hitze den Tod. Einige wenige Überlebten.

In entlegenen Orten fanden Sie zu ihrem Ursprung zurück, zu einem indigenen Leben mit der verblieben Natur. Andere zog es unter die Erde, in der stillen Hoffnung, es aussitzen zu können. Und wieder andere suchten den Weg sich möglichst eifrig anzupassen und einfach nur zu überleben.

Das ist die grausame Vergangenheit der Welt von Mardoz und sie geht weiter.

Ich hoffe es wird ein Tag kommen, an dem ich nicht kauernd unter der Erde hocke, wie einst die Maulwürfe, mich von Pilzen ernähre und das himmlische Blau wiedersehen darf.

Doch bis dahin wird wohl noch eine Zeit vergehen, eine Zeit die wie Sand zerrinnt und so schnell nicht kommen wird.

So verbleibe ich hochachtungsvoll und in tiefer Trauer um unsere Seelen.

Benjamin Albinger, Archivar und letzter Bibliothekar der Wissensstadt Senckenberg[4].


[1]Anlehnung an das Zitat von Albert Einstein

[2]Mardoz anspielung auf Zardoz dem Film

[3]Anspielung an den Film der Marsianer

[4]Senckenberg einer der ältesten Universitätsbibliotheken Deutschlands